Das Lymphödem - Lymphologische Versorung
Das Lymphödem ist eine Gewebsschwellung, die durch zurückgestaute lymphpflichtige Gewebsflüssigkeit verursacht wird. Es tritt am häufigsten an Armen und Beinen auf.
Entstehung
- primäres Lymphödem durch eine anlagebedingte Schwachstelle des Lymphgefäßsystems
- sekundäres Lymphödem durch Einwirkungen von außen (z.B. Operation, Bestrahlung, Verletzungen)
Stadien
- Stadium 0 (Latenzstadium)
- Stadium I (Reversibles Stadium)
weiche Schwellungen (Dellen) - Stadium II (Spontan irreversibles Stadium)
überschüssiges Bindegewebe, Verhärtungen - Stadium III (Elephantitis)
Extreme Schwellungen, verhärtete Haut, warzenförmige Wucherungen.
Behandlung: Komplexe physikalische Entstauungstherapie (KPE)
Die Komplexe physikalische Entstauungstherapie wird in zwei Phasen
unterteilt:
Ziel der Phase 1 (Entstauung) ist die Verminderung der Schwellung. In der Phase 2 (Konservierung und Optimierung) geht es darum, das Ergebnis zu erhalten und noch weiter zu
verbessern.
Die KPE ist eine kombinierte Behandlungsform, die in beiden
Phasen aus vier Elementen besteht:

Die Elemente der KPE sind:
- Hautpflege
- Manuelle Lymphdrainage
- Kompressionstherapie
- Bewegungstherapie
Alle Elemente leisten ihren Beitrag und können nur zum bestmöglichen Erfolg führen, wenn sie gemeinsam angewandt werden und mit allen Beteiligten optimal abgestimmt sind.
Kompressionstherapie
In der Phase 1 der KPE werden zur Entstauung Kompressionsbandagen mit Polstermaterial benutzt.
In der Phase 2 werden zur Erhaltung und Verbesserung der Entstauungsergebnisse in der Regel maßgefertigte, flachgestrickte Kompressionsstrümpfe eingesetzt.




